Christian Tschida: Burgenland, Smiths & Co.

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Die gute alte Indie/Independent Musik: jenseits des Mainstreams, unabhängig, idealistisch, frei, manchmal wild oder “geeky” aber eigentlich immer wegweisend. Wir denken zurück und The Smiths, The Cure, R.E.M vor “Losing my Religion” fallen uns ein. Die Pixies, Sonic Youth, The Notwist.

Christian Tschida ist in diesem Sinne ein “Indie Winemaker” par Excellence. Völlig eigenständig, unabhängig (vom Pannobile Verbund zum Beispiel), idealistisch: Christian macht zwar Weine für uns. Aber er macht für uns Weine die ER trinken möchte. Elegante, charaktervolle Weine, kräftige Weine mit Rückrad und Struktur, aber niemals laute, geschminkte, aufdringliche Weine. Seine Philosophie kann man in diesem Zitat von ihm gut erkennen:

“Dem Weingarten Trauben mit einem Maximum an Charakter und Finesse abringen, in den Fässern jedoch sollen sich die Weine dann völlig frei entfalten. Der Wein gärt bis an seine eigenen Grenzen, ganz spontan. Keine Keller-Orgien: Die Weine werden in Ruhe gelassen. So erlangen sie ihr inneres Gleichgewicht.”

Die entscheidende und wesentliche Arbeit für Christians Weine passiert also im Weingarten. Gräser und Kräuter konkurrenzieren die Reben, zwingen sie in die mineralreiche Tiefe. Der Fokus auf biodynamischen Anbau erhält die Lebendigkeit der Böden, lässt Biodiversität zu. Es geht um Geschmack, um optimale phenologische Reife – nicht um Masse und Erntemengen. Ganz wichtig: es soll nicht nach der vorherrschenden pannonischen Hitze schmecken, es soll schlank und elegant bleiben. Man soll ruhig auch mal eine ganze Flasche alleine trinken können! Christian war am Neusiedlersee einer der ersten, die auf Frische und Eleganz, auf niedrige Alkoholwerte anstelle auf möglichst bombastische und laute Rotweine setzte. Sein legendäres Domkapitel zum Beispiel haut mit nur 12.5% Weinfreunde, Starsommeliers, Spitzenköche auf der ganzen Welt aus dem Gleichgewicht. Wie kann ein so “leichter“ Roter soviel Eindruck und Tiefe hinterlassen? Burgenland ? Ja klar ! Aber eben Burgenland abseits der grossen Marken, abseits von Grossproduktion und Wachstumsstrategien. Zurück zum Ursprünglichen, auf Konventionen verzichten, die Natur arbeiten lassen & mit viel Mut und Gespür, ohne chemische Tricks und Hilfsmittelchen ganz natürlich vinifizieren. In Christians Flaschen steckt mehr Authenzität, Terroir, Burgenland als in fast allem was wir in dieser Region kosten durften. Wir freuen uns daher wie kleine Kinder Ihnen Weine aus seinem Keller anbieten zu können.

Ganz besonders ans Herz legen möchten wir Ihnen heute die beiden ungewöhnlichsten Tropfen:

Den Rosé und den maischevergorenen Weisswein der “Himmel auf Erden” Linie. Beide werden Ihre bisherige Vorstellung dieser beiden Weintypen sprengen. Der Rosé hat ganz ohne Frage das Potential selbst hartgesottene Rosé Verachter zu bekehren!