Weingut Muster

Die Musters

Die Musters “thronen” ganz oben auf einem der unzähligen steilen und überraschend kleinen Hügel der Südsteiermark rund um Leutschach. Hat man den Weg gefunden, belohnt einen ihr altehrwürdiger Hof mit einer wunderschönen Aussicht und herrlicher Ruhe. Diese Ruhe strahlt auch Sepp Muster aus und man merkt schnell: hier ist alles im Einklang. Hier passt es einfach. Seit über 220 Jahren wird hier Wein produziert, und vielleicht ist es diese beeindruckende Geschichte und die damit einhergehende Erfahrung, die dem Ort seine besondere Ausstrahlung und Atmosphäre gibt. Die Weingärten alle um den Hof herum, schnell und fussläufig zu erreichen, bei Sturm und Unwetter immer im Auge. Der beeindruckend moderne Keller im alten Gewölbe, der schöne Degustationsraum direkt daneben, der herrliche Vorplatz – man fühlt sich spontan sehr wohl auf dem Hof der Musters. Und in den Weingärten auch – denn hier wird schonend und behutsam von Hand gearbeitet und selbstverständlich konsequent auf Düngemittel, Herbizide und synthetische Pflanzenschutzmittel verzichtet. Es lebt, es zwitschert, es blüht und gedeiht – wie einst anno 1787.

Im Keller setzt Sepp Muster auf seine aussergewöhnlich gesunden und reifen Trauben, auf Zeit und natürliche Vergärung. Er ist ein Begleiter, kein Dirigent oder Weintechniker, der den Weinen vorgibt wie sie zu schmecken haben. Die Weine dürfen sich frei entfalten und so den jeweiligen sorten- und lagentypischen Geschmack voll entwickeln. Mit viel Ruhe und Vertrauen lässt er  dann den einzelnen Jahrgängen Zeit und gönnt sich den Luxus, nicht der Reihe nach Jahrgang für Jahrgang verkaufen zu müssen. Er wartet bis sich die jeweiligen Jahrgänge von selbst zum Verkauf anbieten, bis sie schön rund geworden sind und sich als fertig präsentieren. Das kann ruhig auch mal 5 Jahre dauern, oder nur 1 Jahr, eine Regel gibt es dafür nicht. Mich begeistert dieser Ansatz. In unserer heutigen hektischen Welt werden viele Weine viel zu jung getrunken, weil wir zu ungeduldig sind, weil wir keine Keller mehr haben und weil es einfach nicht viele Winzer wie die Musters gibt.

(Photos © by Andreas Durst / www.ikonodule.de)

Ein paar Interessante Links zu den Musters und Ihren Weinen:

  • Auf der Hofeigenen Website gibt es viel Information rund um Geschichte, Böden, Philosphie und natürlich die leckeren Weine.
  • Der “Vin Libre” gegenüber äusserst kritisch eingestellte CaptainCork (liebt sogar Bordeaux von Bösewicht Rolland) in einem durchweg positiven Bericht über das Weingut. Lob von kritischen Stimmen ist immer noch ein wenig schöner, denn hier gibt’s garantiert keinen Bonus nur wegen der nachhaltigen Produktionsweise. Und ja, den Muskateller gibt’s hoffentlich nächstes Jahr im Haus.
  • Breiter Artikel im österreichischen Magazin “Fazit“. Verdeutlicht den Erfolg der Musters in der weltweiten Spitzengastronomie.